„Wo dein Schatz ist, da ist auch dein Herz.“ Matthäus 6, 21
Liebe Geschwister in den Werken und Verbänden des EPiD,
wie ein Nachklang zur Losung des 33. Deutschen Evangelischen Kirchentags in Dresden legt der Monatsspruch Juli noch einmal den Ton auf Zentrales und Lebensentscheidendes: Wo ist unsere Mitte? Was be
stimmt unser Leben? Wovon lassen wir uns in Anspruch nehmen? Wo sind wir haupt- und wo sind wir nebensächlich? Der Kirchentag mag zwar schon wieder sechs Wochen vorbei sein, aber dieses Wort Jesu aus der Bergpredigt behält seine herausfordernde Aktualität. Woran hängen wir und was bestimmt uns? Und wir müssen wahrhaftig konstatieren: Wir sind nicht frei von den Sorgen, suchen uns gut abzusichern und viele Zukunftsängste drehen sich weltweit um das Materielle. Es bindet Gedanken und Kräfte und die bangen Blicke auf Kurse und Aktien erinnern mich an das Wesen „Gollum“ aus Tolkiens „Herrn der Ringe“: „Mein Schatz“ brabbelt das Wesen fast pausenlos vor sich hin. Für den begehrten Schatz, einen goldenen Ring, ist es bereit alles zu opfern und merkt dabei nicht, wie es zuallererst sich selbst verliert. Dass wir unser menschliches Herz behalten, das uns zur Gerechtigkeit und Güte, zur Friedfertigkeit und Liebe bewegt, dazu möchte uns Jesus anleiten mit Blick auf die Vögel unter dem Himmel und den Lilien auf dem Feld. Es ist eine Anleitung zur Freiheit, um Gott und dem Nächsten in meinem Leben Raum zu geben, ein geschenkter Freiraum jenseits unserer Planbarkeit, kostbar und einzigartig, weil es uns wie mit einem schönen Sommertag zeigt: Das Leben ist wunderbar! Auch dafür wollen wir mit dem Musizieren unserer Posaunenchöre eine geistliche Standortbestimmung geben. Die geistliche Musik bezeichnet solche Orte, an denen unser Herz auflebt. Es gibt viele Gelegenheiten dies zu spüren, der Kirchentag war sicher eine der ganz Großen, aber auch die Posaunenfeste in den Werken und Verbänden und ich persönlich denke an ein Tauffest mit mehr als 60 Taufen und vielen Bläserinnen und Bläsern in unserem Kurpark. Für mich sind es Lebenszeichen, dass Gott es gut mit uns meint, weil wir ihm gewiss nicht weniger am Herzen liegen als die Vögel unter dem Himmel und die Lilien auf dem Felde.
