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EPiD – Infobrief 01/09 - März 2009
Liebe Geschwister in den Werken und Verbänden des EPiD,
es ist schon ein merkwürdiges Orchester, dass sich da auf den Weg gemacht hat. Gemeinsam wollen sie nach Bremen, um dort ihren Lebensunterhalt mit der Musik zu verdienen. Unterschiedlicher kann eine Gruppe wohl kaum zusammengesetzt sein: Esel, Hund, Katze und Hahn. Die Gebrüder Jacob und Wilhelm Grimm haben die Geschichte von den „Bremer Stadtmusikanten“ überliefert. Gleichnishaft erzählt das Märchen, wie es wohl manchmal nicht bloß im Tierreich, sondern im Leben ganz allgemein – auch unter Menschen – zugehen kann.
Alt und nutzlos lautet das Urteil der Besitzer. Die bisherige Treue zählt nicht mehr. Was bleibt, ist die „Abwrackprämie“, oder etwa doch mehr?
„Etwas Besseres als den Tod findest Du überall.“, sagt der weise Esel. Und die seltsamen Musikanten entwickeln erstaunliche Kräfte: Das gemeinsame Ziel, ihr füreinander Eintreten lässt ihre Unterschiedlichkeit in den Hintergrund treten. Die Musik wird zum Ausdruck einer gemeinsamen Hoffnung. Sie schlägt eine Brücke über Gegensätze, die sonst scheinbar so unverrückbar stehen. Katze und Hund stehen einander nicht länger mit gesträubten Fell gegenüber. Fast ein wenig paradiesisch mutet die Szenerie an. Und ihre kleine Gemeinschaft hat plötzlich Mut und Kraft es mit den finstern Kräften des Lebens aufzunehmen: Im Chor treiben sie die Räuber in die Flucht; mit „Herzen, Mund und Händen“ gewinnen unsere vier Musikanten ein Stück Lebensraum zurück. Ihr Treffen und Ihre Verabredung nach Bremen zu gehen, war nicht vergeblich.
