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EPiD-Infobrief 02/09 - Juli 2009
Liebe Geschwister in den Werken und Verbänden des EPiD,
„Freuet Euch in dem Herrn!“, so lautet kurz und bündig der Monatsspruch Juli. Im ganzen Philipperbrief, aus dem dieses Wort kommt (Phil 3,1), ist das der Grundton. Die äußeren Bedingungen, unter denen Paulus hier an seine Gemeinde schreibt, sprechen eher dagegen: Er sitzt im Gefängnis – auch das wird nicht verschwiegen. Äußerlich erleidet der Völkerapostel viele Repressionen für die Botschaft von Kreuz und Auferstehung. „Da kommt Freude auf“, würden wir vielleicht eher ironisch anmerken. Freude unter solch erschwerten Bedingungen – geht das überhaupt? Für Paulus ist das kein Widerspruch, weil die Freude, die er teilen möchte, andere Quellen hat: Gott schenkt sie mit seinem Sohn; die Gemeinden, die das gute Zeugnis angenommen haben und sich in Wort und Tat zu Glaube, Liebe und Hoffnung bekennen, bestärken die „evangelische“ Grundstimmung, weil sie zugleich Ausdruck einer tiefen Lebenserfahrung ist. So bleibt der gefangene Apostel innerlich frei. Nicht nur, dass er nicht klagt, er ermutigt seine Adressaten zur Freude.
Nun kann man Freude gewiss nicht verordnen, dennoch wirkt sie höchst ansteckend. Sie ist ein gesundmachender „Virus“. In geteilter Freude wird Mitmenschlichkeit wirksam. Wie schön, wenn wir uns diesem heilsamen Lebensgefühl noch schutzlos ausliefern können.
Als Bläserinnen und Bläser sind wir auch dem Dienst an der Freude verpflichtet. Der Aufruf mit dem „Halleluja“ Gott zu loben, ist immer auch die Ermutigung, die Botschaft der Freude weiterzutragen. Das ist eine der ersten Aufgaben im Musizieren unserer Posaunenchöre. Darin steckt eine Kraftquelle des Heiligen Geistes, die Menschen aufrichtet. Deswegen ist es gut, wenn wir mit unseren Chören auch an die Orte gehen, an denen Menschen sind, die belastet leben. Hier Freude zu bringen, ist ein kostbares Geschenk.
