Wer wir sind

Entstehungsgeschichte
Die Anfänge der heutigen Posaunenchorarbeit liegen in der Erweckungsbewegung des 19. Jahrhunderts. Nach der Aufklärung mit ihrer starken Betonung der Vernunft wollte die Erweckungsbewegung bei den Menschen einen „lebendigen“, vom Herzen kommenden Glauben wecken. Dies geschah, indem man Menschen bei Zeltmissionen, Freiluftgottesdiensten und „erwecklichen“ Veranstaltungen direkt vor Ort ansprach. Die Posaunenchöre erwiesen sich als gute Möglichkeit, sowohl für diese Veranstaltungen Aufmerksamkeit zu erregen als sie auch musikalisch zu begleiten. Sie waren mobil einsetzbar, „lautstark“ und konnten durch Mauern hindurch auf die Erweckungsgottesdienste und Zeltmissionen aufmerksam machen. So entstanden im Minden-Ravensberger Land die ersten Posaunenchöre in den Gemeinden als „Einsatzkommandos“ für Veranstaltungen der Erweckungsbewegung.

Oder einfacher:

Posaunenchöre sind als "mobile Orgeln" vor gut 150 Jahren in den geistlichen Erweckungsgebieten Deutschlands entstanden. Damals bekehrten sich so viele Menschen zu Gott, dass die Kirchen zu klein wurden!
Man zog ins Grüne hinaus, um dort "in Gottes freier Natur" Missionsfeste und Gottesdienste zu feiern. Und weil man die Orgeln nicht mitnehmen konnte, besann man sich auf diese Bläsergruppen mit wetterfesten Instrumenten!
Blockflötentrios und Streichquartette hatten sich weniger bewährt!


Warum gerade Posaunenchor?
Es spielen doch auch Trompeten und Hörner und Tuben mit! Die Antwort liegt in Martin Luthers Bibelübersetzung. Da heißt es etwa im 150. Psalm: "Lobet den Herrn mit Posaunen!"
Posaunen waren im Alten Testament kultische Instrumente, die zum Gottesdienst geblasen wurden. Nur Priester durften darauf blasen. So waren auch die ersten Posaunenchorbläser ausgewählte fromme junge Männer.
Das hat sich aber inzwischen gründlich geändert: Knapp die Hälfte aller Posaunenchormitglieder sind inzwischen Mädchen und Frauen. Und auch das Alter hat sich geändert: Menschen von 8-88 Jahren musizieren gemeinsam im Posaunenchor!


Die Mitgliedsverbände

Dem EPiD gehören 29 Mitgliedsverbände an, die alle irgendwie "evangelisch" sind.

Dazu gehören die landeskirchenlichen Posaunenwerke, und zwar lutherische, unierte und reformierte.
Aber auch die freikirchlichen Chöre der Baptisten, Methodisten, Adventisten, Selbstständig Ev. Luth. Kirche (SELK), der Brüdergemeine und der freien evangelischen Gemeinden.
Auch überkonfessionelle Chöre des CVJM, in denen es auch katholische Mitglieder gibt, gehören dazu.
Die Bläser der Landeskirchlichen Gemeinschaft sind im Gnadauer Posaunenbund zusammen geschlossen.

Eine bunte, aber fröhliche Mischung! Und alle vereint in demselben Dienst:
"Gott loben, das ist unser Amt!"

Die Adressen finden sie hier!


Gründungsversammlung des EPiD 1994

1994 entstand der EPiD in Bethel Hier sind die Vertreter der Werke bei der Gründungsversammlung