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Leseprobe: "Andacht: Große Namen" von Werner Jung, PCM 3/10 Seite 24

Ich trage einen großen Namen – so lautet der Titel einer bekannten Fernsehserie. Es müssen Nachkommen  berühmter Persönlichkeiten erraten werden. Nebenbei lernt man viele interessante Details aus dem Leben und Werk jener Menschen kennen.

Zu meinen Vorfahren gehören weder Albert Einstein noch C.G. Jung, weder Johannes Kuhlo noch Leonhardt Bernstein. Trotzdem trage ich einen großen Namen. Auch wenn ich kein Nobelpreisträger bin oder große Wettbewerbe in der Musikszene gewonnen habe. Das gilt, selbst wenn ich ein Mensch mit vielen Ecken und Kanten bin, über den andere sich auch schon öfters geärgert haben.
Auch Paulus hat bekannt, dass er kein Musterschüler war. Er reiht sich in die Liste der Menschen ein, auf die Gott  nicht besonders stolz sein kann. Sicher, er hat es gut gemeint, als er die junge Jesusbewegung voller Eifer bekämpf hat und vielleicht sogar an Todesurteilen beteiligt war. Er
konnte die Botschaft Jesu und den Glauben seiner Anhäng nicht ertragen. Aber letztlich muss er erkennen, dass er sich auf diesem Weg keine Sporen für das Himmelreich verdient hat, sondern im Nachhinein muss er sich eingestehen:
„Ich bin der Erste unter den Sündern.“ (1. Tim. 1, 15) Gott jedoch hat sich auf seine Seite gestellt. Er ist Christus begegnet. Deshalb schreibt er: „Ich danke Jesus Christus,  der mich stark gemacht hat.“ (1. Tim. 1, 12). Paulus trägt  somit einen großen Namen, weil er zur Familie Jesu Christ
gehört.Als Christen tragen wir also einen großen Namen. 
Daran dürfen wir uns erinnern, wenn wir allerlei Stolpersteine auf unserem Lebensweg entdecken, weil wir in der  Familie oder am Arbeitsplatz Konf ikte austragen müssen oder Stress haben. Vielleicht läuft es im Posaunenchor oder in der Gemeinde nicht so, wie wir es uns vorgestellt
haben. Oder eine ärztliche Diagnose bringt den Boden unter unseren Füßen ins Wanken.
In anderen Augenblicken können wir uns selbst nicht mehr in die Augen schauen, weil wir einen großen Fehler gemacht haben. So gibt es viele Situationen, in denen es mir gut tut zu wissen: Jesus Christus steht zu mir, ich trage seinen Namen. Ihm liegen wir am Herzen. Seine Barmherzigkeit ermutigt, trotz allem nach vorne zu blicken Christsein beschreibt mehr als eine Religionszugehörigkeit.

Mit diesem Wort wird unsere Herkunft  und unser Ursprung beschrieben. Aus dieser  Kraftquelle dürfen wir schöpfen, wenn es wiedereinmal in unserem Leben dick kommt.

  



 
LOSUNG DES TAGES
Samstag, 04. Februar 2012
 
Noah fand Gnade vor dem HERRN.
 
Der Menschensohn wird seine Auserwählten versammeln von den vier Winden, vom Ende der Erde bis zum Ende des Himmels.

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