Wenn dich einer fragt: »Können Babys Sünder sein?«, dann könntest du antworten:
Irgendwann hört jeder das erste Mal etwas von Gott. An dem Tag stelle ich fest, dass mir früher etwas Wesentliches für mein Leben gefehlt hat. Vielleicht trifft mich Gottes Geist, wenn ich 10 Jahre alt bin, vielleicht mit 20 oder 50 oder mit 90 Jahren. Doch von dem Moment an, an dem mich Gottes Geist erwischt, verwandelt sich mein Leben. In diesem Augenblick, in dieser Begegnung mit ihm, erkenne ich meine frühere Gottesferne. Erst im Rückblick und nur im Bekenntnis wird mir klar, dass ich selbst von Anfang an ein Sünder war. Weil ich Gott ja fern war, nichts wusste von ihm.
Ja, Babys können Sünder sein. Aber niemals will ich ein Kind Sünder schimpfen. Wem würde solch ein Satz auch helfen? Ich will von Gottes Liebe und von dem lebendigen Christus erzählen. Loben und Rühmen will ich meinen Gott, dass er mich frei gemacht und mich in der Taufe angenommen hat. Er verwirft mich nicht. Ich will vom Segen der Taufe reden. Schon den Babys verheißt die Taufe: »die Macht der Sünde ist gebrochen.« Doch erst wenn diese kleinen getauften Menschen groß sind, können sie es selbst erkennen und bekennen.
Wir beten:
Jesus Christus, ich danke dir für mein Leben, du zeigst mir, wer ich war und wer ich bin. Ich danke dir für deine Freundlichkeit und ich bitte dich, lass mich fröhlich bekennen und laut die Barmherzigkeit des Vaters rühmen. Amen.
Martin Huss
EG 211 Gott, der du alles Leben schufst
Unsere Andachten – von Autoren aus der Posaunenchorwelt und als handliches Andachtsbuch erhältlich – sind geeignet für die geistliche Einstimmung in die Posaunenchorprobe, für das persönliche Nachdenken oder die Vorbereitung von Gottesdiensten.