Der Heilige Geist, der Gemeinschaft stiftet
„Laterne, Laterne, Sonne, Mond und Sterne …“ In den nächsten Tagen ziehen sie wieder von Haus zu Haus. St.Martins-Singen gehört für viele Menschen zu den unvergessenen Kindheitserinnerungen. Man zog mit einer Kerze um die Häuser – und das ganz vorsichtig, damit auch ja keine Laterne in Flammen aufging. Komisch, oder? Da hat einer seinen Mantel in der Mitte durchgeschnitten, und Hunderttausende von Kindern feiern das noch nach 1600 Jahren mit leuchtenden Augen. Klar, das Umherziehen ist ein Erlebnis. Aber wenn man die Kinder fragt, worum es dabei geht, dann können sie fast alle die Geschichte vom St. Martin erzählen. Und irgendwie begreifen sie auch eine besondere Botschaft hat, die nicht selbstverständlich ist. Weil die meisten von uns in der Kälte ihren Mantel eben nicht geteilt hätten. Wir geben zwar gerne etwas von dem ab, was wir zuviel haben. Aber selten auf Kosten der eigenen Annehmlichkeiten, oder gar mit dem Risiko, selbst unterkühlt zu werden. Martin kann seinen halben Mantel deshalb getrost abgeben, weil er sich als Christ mit jedem Menschen als Schwester oder Bruder verbunden weiß. Und wer hätte nicht mit seinem Bruder oder seiner Schwester geteilt?
Wir beten:
Heiliger Geist, du stiftest uns von jeher an, Gemeinschaft mit allen Menschen zu haben, und in jedem Menschen den Bruder oder die Schwester zu sehen.
EG 667 Wenn das Brot, das wir teilen
Andreas Mattke
