Der Heilige Geist, der beten hilft
„Himmel hilf!“ Stoßseufzer. Gestammel. Aufstöhnen in Not. Der Atem stockt. Die Luft bleibt weg. Die Worte fehlen. Nur: „Himmel hilf!“
Not lehrt beten, so sagt man landläufig. Das mag sogar sein. Aber finden wir wirklich erst durch Schmerzen und Leid die richtigen Worte, die bei Gott ankommen. Gibt es keinen angenehmeren Lehrmeister fürs Beten?
Der Geist Gottes hilft uns beten, so sagt der Apostel Paulus. Er schreibt an die Gemeinde in Rom: „Wir sind schwache Menschen und unfähig, unsere Bitten in der rechten Weise vor Gott zu bringen. Deshalb tritt sein Geist für uns ein mit einem Stöhnen, das sich nicht in Worte fassen lässt.“
Das ist ein Mut machender Gedanke. Gottes Geist ist unser Fürsprecher. Beten brauchen wir nicht zu lernen. Wir können Gott in den Ohren liegen mit unserem Gestammel und unseren Stoßseufzern, mit unserer Schwachheit und Unfähigkeit. Wir dürfen darauf vertrauen und glauben, dass beim Beten der Himmel hilft. Nicht nur in Notzeiten, sondern jederzeit.
Wir beten:
Guter Gott, du hast uns deinen Geist gesandt,
damit er uns hilft, als deine Gemeinde zu bestehen.
Wir danken dir, dass wir durch ihn jederzeit
mit unseren schwachen Worten zu dir beten können. Amen.
EG 168, 3 Herr, sammle die Gedanken
Martin Anefeld
