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4. Advent | 20. Dezember

Der Heilige Geist, der Gegenwärtige

Da tut jemand das einzig Richtige in einer bedrohlichen Situation und verhindert eine Katastrophe. „Der war geistesgegenwärtig“ heißt es dann. Nicht nach langem Abwägen von Für und Wider, sondern ganz spontan, einer plötzlichen Eingebung folgend, hat er gehandelt.
Wie wird ein Mensch geistesgegenwärtig? Der Heilige Geist lässt sich nicht antrainieren. Die Bibel redet vom Geist als „Wind“, „Atem“ oder „Hauch“. Auf jeden Fall ist er kein Geist der Langweile. Er ist die Hochspannungsleitung, durch die uns Gott mit neuer Energie versorgt. Ohne den Geist ist keine Bewegung im Leben. Er ist kein Freund der Bequemlichkeit. Gottes Geist bläst Altes und Verbrauchtes weg. Er fegt über Zäune und Grenzen und weht Fremdes und Neues heran.
Zugleich ist Gottes Geist kein Himbeergeist, der unsere Sinne benebelt. Er betäubt uns nicht, sondern hilft uns, in der Gegenwart nach Gottes Willen zu handeln. Er lässt uns die Menschen nicht nach ihrem Ist-Zustand, sondern nach ihren Möglichkeiten beurteilen. Das wäre schön, wenn es gelänge, im Griesgram den nach Freude Tastenden zu entdecken, im Ängstlichen den Wagemutigen von morgen zu spüren und im Gottlosen den Gottsuchenden zuerahnen.

Wir beten:

Wir bitten um den Heiligen Geist, durch den alles neu wird:
Unser Herz und unsere Welt. Er mache uns sensibel für die Menschen.,
die um uns sind. Lass uns nicht starr werden, sondern beweglich bleiben.

EG 134 Komm, o komm, du Geist des Lebens

Frank Mühring

 
LOSUNG DES TAGES
Samstag, 04. Februar 2012
 
Noah fand Gnade vor dem HERRN.
 
Der Menschensohn wird seine Auserwählten versammeln von den vier Winden, vom Ende der Erde bis zum Ende des Himmels.

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