„Wisst ihr noch, wie es geschehen“
„Weißt du noch damals? Weißt du noch, als wir uns kennen lernten? Was wir unternommen haben, unsere langen Spaziergängen durch die schneebedeckten Felder? Was hatten wir uns nicht alles zu erzählen!“
Solange die Erinnerung an den Beginn der gemeinsamen Geschichte, der gemeinsamen Freundschaft oder Liebe noch lebendig ist, solange ist noch Hoffnung. Da mögen Paare oder Freunde oder Familienangehörige sich fremd geworden sein, die Erinnerung, das Erzählen von früher schafft Verbindung, hilft Gräben zu überbrücken.
So ist es auch mit unserer Verbindung zu Gott. Wir mögen ihn zwischendurch aus den Augen verloren haben, wir mögen ihn im Alltag zuzeiten vergessen haben. Aber er ruft sich uns in Erinnerung. Denn unsere Religion ist eine Erzählreligion, sie lebt von den Geschichten, die wir weitergeben und immer wieder erzählen. Sie halten unseren Glauben, unsere Liebe und unsere Hoffnung wach.
„Weißt du noch damals: Es begab sich aber zu der Zeit…“
Wir beten:
Herr Jesus Christus, am Tage deiner Geburt erinnern wir uns, was du uns bedeutest Halte deine Taten und Worte in uns lebendig, damit wir nie vergessen, dass wir allein von deiner Gnade und Liebe leben. Amen.
EG 52 Wisst ihr noch, wie es geschehen
Pfarrer Dr. Folkert Fendler
