Taktwechsel
Jeder von uns freut sich, wenn die Dinge ihren gewohnten Gang gehen. Dann fühlen wir uns sicher: Wir wissen, was kommt und stellen und darauf ein. In diesem Einklang der Dinge steckt aber auch eine Gefahr.
Deshalb Augen und Ohren auf! Überraschend kann sich der Rhythmus ändern. Da hat jemand mit der Zeit den Anschluss verloren, indem er sich aus der Gemeinschaft zurückgezogen hat und merkt plötzlich: „Ich steh ja ganz alleine da!“ Auch geplatzte Träume oder gescheiterte Pläne bringen schnell aus dem Takt.
Taktwechsel verunsichern zwar, sie eröffnen aber auch neue Möglichkeiten und lassen uns neue, vielleicht sogar ungeahnte Fähigkeiten an uns entdecken. Wir können miteinander und voneinander lernen. Im Zusammenspiel kommen wir alle weiter. Gott sei Dank bin ich bei den Taktwechseln meines Lebens nicht allein.
Wir beten:
Lieber himmlischer Vater, du kennst unseren Ehrgeiz, besser sein zu wollen als andere. Manchmal wollen wir einen Taktwechsel in unserem Leben erzwingen. Bewahre uns, dass wir uns in falsche Träume versteigen. Lass uns auf dem Boden bleiben. Du bleibst der Ursprung aller Dinge. Mit deiner Liebe und Fürsorge kommen wir alle weiter, auch wenn manche Taktwechsel unbequem sind. Dir sei Lob und Preis. Amen.
EG 601, 1-4 Singt dem Herrn und lobt ihn
Erich Eyselein
