Pastorale
„Eine Pastorale spielt sich luftig und wiegend“, sagten einige Mitglieder des Posaunenchores auf die Frage, was sie mit einer Pastorale verbinden. „Die Musik klingt leicht und ländlich“ war eine weitere Antwort. Die Pastorale, übersetzt „etwas Hirtenhaftes“ ist den meisten aus der weihnachtlichen Musik bekannt. Hirten aus Kalabrien schufen diese Musikform, als sie mit ihren Schalmeien und einer Art Dudelsack durch die Dörfer und Städte in Richtung Rom zogen, um an die Hirten von Bethlehem zu erinnern. Aber es geht nicht ausschließlich um eine ländliche Idylle.
„Ich bin der gute Hirte“, sagt Christus. Der gute Hirte kümmert sich um seine Herde, er bietet Orientierung und Geborgenheit. Aber dabei geht es eben gar nicht immer idyllisch zu. Christus ist der gute Hirte, der sich selbst in Gefahr begibt, um die Gefährdeten zu retten. Er macht sich auf die Suche nach denen, die sich verirrt haben. Er tritt ein für die Menschen. Das tut er so konsequent, dass es ihn sein eigenes Leben kostet. „Ich bin der gute Hirte“, sagt Christus. „Der gute Hirte lässt sein Leben für die Schafe.“ Deshalb können wir darauf vertrauen, dass er auch in den finstersten Tälern bei uns sein wird, und wir dürfen die ruhige, wiegende Geborgenheit erahnen, die sich auch im Rhythmus der Pastorale widerspiegelt.
Wir beten:
Herr, unser Gott, wir danken dir, dass du bei uns bist. Verlass uns nicht, auch wenn einmal die Wege schwierig und die Täler finster werden. Auf deine Güte und Barmherzigkeit vertrauen wir. Amen.
Lied: EG 274 Der Herr ist mein getreuer Hirt
Cornelia Kastning
