Dreiklang
Gott ist einer und Gott ist gleichzeitig drei in eins: Vater – Sohn – Heiliger Geist. Das ist schwer zu verstehen. Nach dem berühmten Adam Riese ist drei mal eins _drei und nicht eins! Doch Gott ist nicht mit mathematischen Gleichungen zu fassen. Wir brauchen Bilder und Geschichten, um von ihm zu reden.
Musikalischen Menschen mag es helfen, sich einen Dreiklang vorzustellen, um dem Geheimnis der Dreieinigkeit ein wenig nachzuspüren. Drei Töne können einen wunderbaren neuen Klang ergeben: Je nachdem, welche Töne das sind, ist der Dreiklang in Dur oder in Moll. In jedem Fall besteht er aus drei Tönen und bildet doch ein Ganzes. Und er bringt etwas zum Klingen: Freude, Sehnsucht, Hoffnung – wie auch immer.
Der erste Ton ist Gott: Gott hat diese Welt erschaffen und erhält sie. Vor einigen tausend Jahren schloss Gott einen Bund mit seinem Volk Israel, der heute noch besteht. Der zweite Ton ist Jesus Christus. Durch ihn zeigt uns Gott sein menschliches Gesicht. Er weitet damit die Einladung zum Leben mit ihm aus auf alle Menschen. Gott versöhnt uns mit sich selbst, indem er den Tod am Kreuz auf sich nimmt und an Ostern dem Leben zum Sieg verhilft. Im Heiligen Geist, dem dritten Ton, wird das, was vor vielen Jahrhunderten geschah, heute für uns und in uns lebendig. Das alles wirkt der eine Gott auf unterschiedliche Weise, um mit uns in Beziehung zu treten.
Wir beten:
Treuer Gott, du zeigst dich uns auf vielfältige Weise und lädst uns in deine Gemeinschaft ein. Lass uns dir Ehre geben mit unserer Musik und mit unserem Leben. Amen.
EG 140,5 Gott, Vater, Sohn und Heilger Geist
Rosemarie Wenner, Bischöfin
