Moll und Dur
Mein Ausbilder im Posaunenchor sagte es so einfach: „Moll-Akkorde, das sind die Akkorde für die traurigen, dunklen Lieder. Dur-Akkorde sind für die fröhlichen Lieder.“
Ja, ob im Dreiklang zuerst die kleine Terz und dann die große oder umgekehrt aufeinander folgen, hat Auswirkungen. Auf diese Weise kann die Musik auch die beiden Extreme in unserem Leben abbilden: dunkle, schwere Tage, aber eben auch helle, fröhliche. Es gibt das eine nicht ohne das andere. Wichtig ist, dass man in beidem und den vielen Zwischenstimmungen die gute Führung und den Halt Gottes entdecken kann.
„Ganz egal ob du dein Lebenslied in Moll singst oder Dur, du bist ein Gedanke Gottes, ein genialer noch dazu. Du bist du.“ Wir sind ein Gedanke Gottes, dies macht den Wert unseres Lebens aus und nicht, ob unser Leben nur von möglichst vielen Glücksmomenten geprägt wird. Gott begleitet uns auch im Schweren, wenn unsere Stimmung einem Moll-Akkord ähnelt.
Unsere Posaunenchöre stimmen das Lob Gottes in Dur und Moll an. In den schönen Stunden bei Jubiläen und Feiern als Freude, aber auch in den schweren Stunden im Krankenhaus oder beim Abschied am Grab als Trost. Gottes Liebe will uns begleiten, Dur und Moll, in schönen und schweren Stunden.
Wir beten:
Guter Gott, wir danken dir, dass du unser Leben mit deiner Liebe auszeichnest. Sei bei uns in den schönen Stunden als Freude, aber auch in den schweren als Kraft, Trost und Hoffnung. Amen.
DEKT Köln: Du bist du
Günter Kaltschnee
