Blues
„Ich habe den Blues“, bekennt ein Musiker und meint damit, dass ihn ein schwermütiges Feeling ergriffen habe, eine eigenartige Bedrücktheit und innere Traurigkeit, die sich beim Musizieren der langsamen Takte im harmonischen Blues-Schema allerdings positiv auswirke. „Wenn ich den Blues habe, kann ich besonders ausdrucksstark musizieren,“ meint er.
„Ich bin das Brot des Lebens“, sagt Jesus und verkündigt damit, dass er mit seinem Tod und seiner Auferstehung für uns Menschen die sättigende Speise und Kraftquelle zum Leben werden kann. Im Abendmahl wird das Brot des Lebens neben dem Wein zum Zeichen der Vergebung von Schuld und gleichzeitig Symbol der Hoffnung für einen neuen Anfang. Wer am Abendmahl teilnimmt, begibt sich in eine Gemeinschaft, die nicht von Menschen hergestellt wird, sondern von dem Brot des Lebens, das ausgeteilt und gegessen wird. „Wenn ich bei euch bin“ sagt Jesus, „habt ihr immer zu essen und könnt neue Kraft für euer Leben schöpfen.“
Wer den Blues hat, dem ist die besondere Gabe geschenkt, Jazz-Musik überzeugend und eindrucksvoll darzustellen. Wer von dem Brot des Lebens isst, dem ist das große Geschenk Gottes, Vergebung und neuen Anfang, zuteil geworden.
Wir beten:
Brich uns Hungrigen dein Brot, Sündern wie den Frommen, und hilf, dass an deinen Tisch wir einst alle kommen. Amen.
EG 418 Brich dem Hungrigen dein Brot
Karl-Heinz Saretzki
Unsere Andachten – von Autoren aus der Posaunenchorwelt und als handliches Andachtsbuch erhältlich – sind geeignet für die geistliche Einstimmung in die Posaunenchorprobe, für das persönliche Nachdenken oder die Vorbereitung von Gottesdiensten.