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Jeremiah Clarke

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Die Zeit ab 1673
Wer ist dieser JC
Resumee

J C - Die Initialen eines Unbekannten

[oder: J C - Einem Unbekannten auf der Spur...]

1.Dezember 2007. Ich komme von einer Probe des Bläserkreises – nun habe ich es doch vergessen! Ich wollte unbedingt an den 300. Todestag von J e r e m i a h C l a r k e erinnern. Zu spät! Aber vielleicht ganz gut so. Ich hätte dann kaum etwas zu sagen gewusst, weil ich sehr wenig von der Person, dem Musiker und seinem Werk weiß.[ So setzte ich mich hin und sichte, was ich seit einiger Zeit an Informationen über diesen fast unbekannten Musiker gesammelt habe.]
Das erste, was einem als Bläser beim Klang des Namens einfällt, ist der Titel „Prince of Denmark’s March“. Dann hört es schon wieder auf. Manche assoziieren vielleicht mit seinem Namen den Titel „Trumpet voluntary“. [ Weitere Informationen sind über JC in der musizierenden Laienschaft in der Regel nicht in Umlauf ( ob es bei Berufsmusikern anders ist, muss ich, in der Fragehaltung verharrend, offen lassen...).]

Die Noten des Trumpet VoluntaryIch schlage nach; ich suche auf - beides ist richtig. „Trumpet voluntary“ – unter diesem Titel wurde das 1697 entstandene Stück zunächst Henry Purcell zugeschrieben. Ursprünglich war es ein Musikstück für Tasteninstrumente(Cembalo) und soll dann Bestandteil einer 14 Sätze umfassenden „Suite of ayres for the theatre“ gewesen sein, die ein größeres Instrumentarium erforderte – u.a. Trompeten, Fagott, Streicher, Basso continuo. Sein eigentlicher Titel - „Prince of Denmark’s March“. Diese Suite war eine sogenannte ‚Semi-Oper’, eine spezielle (Vor-)Form der englischen Barockoper, in der das gesprochene Drama mit gesungenen, getanzten und instrumentierten Szenen verknüpft wurde.[ Von den Experten erfahre ich: Dieser im modernen Sinn musikwissenschaftlich definierende Begriff findet sich bereits bei Roger North –„Notes and memoires of music“, 1726 und „The musicall grammarian“, 1728.]
Ich suche weiter, um eine musikgeschichtliche Orientierung zu bekommen. So stoße ich auf das Stichwort ‚Masque’ - eine (Gesamt-) Kunstgattung, entstanden aus dem französischen ‚balett de cour’ und der engl. ‚masquerade’, die in England seit 1513 Mode wurde. Sie vereinte erstmals Dichtung, Musik, Tanz, Kostüme, Bühneneffekte und Architektur. Sie stand für eine rein höfische Kultur, was bedeutete, dass die Aufführungen ausschließlich von Angehörigen des Königshauses bestritten wurden.[ Eine an diesen kulturellen Ereignissen partizipierende Öffentlichkeit über den Hofstaat hinaus war selbstredend (noch) nicht denkbar.] Der Schwerpunkt lag auf pompösen Gesängen und Tänzen, die aber letztlich keinen dramaturgischen Zusammenhang hatten. 1609 fügte der Dichter Ben Jonson den ‚Masques of Queens’ als Gegensatz zu den höfischen Aufführungen erstmals eine sogenannte ‚Antimasque’ hinzu. Eine parodistisch-groteske, oft auch obszöne Darbietung, die nun mit Berufsschauspielern aufgeführt wurde.[ Mit den von Sir William Davenant Mitte des 17.Jh. zur Aufführung gebrachten ‚historicplays’ schließt sich der Kreis zu der erwähnten Semi-Oper.]



 
LOSUNG DES TAGES
Freitag, 03. September 2010
 
Er ist um unsrer Missetat willen verwundet und um unsrer Sünde willen zerschlagen.
 
Paulus schreibt: Mir soll es nicht einfallen, auf irgendetwas anderes stolz zu sein als auf das Kreuz unseres Herrn Jesus Christus, durch das mir die Welt gekreuzigt ist und ich der Welt.

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