| Inhalt |
|---|
| Zum Anfang |
| Hintergrundinformationen |
| Ausstellungs-Inhalt |
| Bilder |
| Termine |
| Verleih |
| Vom Erz zum Blech |
| Buch |
Der EPiD betreibt eine wunderbare Ausstellung. Diese geht regelmäßig auf Wanderschaft und kann auch von Ihnen "bestellt" werden:
„Bläserklang im Gottes-Dienst“
Ein Streifzug durch 3000 Jahre Gotteslob
Mit dieser Ausstellung fragen wir nach den geschichtlichen Wurzeln unserer heutigen Posaunenarbeit. Wir blicken darin zurück in die Epoche des 19. Jahrhunderts,
als die ersten Posaunenchöre entstanden, wir lernen die Stadtpfeifer der Renaissance kennen, denen wir einen Teil unseres musikalischen Repertoires verdanken, und wir dringen vor bis in die Zeit des Alten Testaments, in welcher der Bläserklang als Zeichen für die Gegenwart Gottes erlebt wurde.
Auch die Entwicklungen der letzten Jahrzehnte werden ausgiebig dargestellt, in denen die Posaunenchöre durch ihre Vielseitigkeit und Wandlungsfähigkeit neue und zum Teil für die gesamte Kirchenmusik wegweisende Funktionen übernahmen und vielseitig in die Gesellschaft hineinwirkten.
Die Ausstellung wurde von dem Musikwissenschaftler Nils Niemann erarbeitet. Anhand von Instrumenten, Noten, Texten, Bildern und Klangbeispielen soll sie ein Stück Glaubens- und Musikgeschichte lebendig erfahrbar machen. Für manches Aha-Erlebnis ist gesorgt.
Wer weiß zum Beispiel schon so genau, wie die Blasinstrumente aussahen, von denen die Bibel berichtet? Wie klangen sie, und wann entwickelten sich die Vorläufer unserer heutigen Trompeten und Posaunen?
Wer weiß schon, dass der heutige Name „Posaunenchor” sehr viel mit der Musizierpraxis der Reformationszeit zu tun hat? Bedenkenswert ist auch, wie die Idee von der „Posaune Gottes” stets der Klangvorstellung und den Instrumenten der eigenen Zeit angepasst wurde und dadurch lebendig blieb. In der epochenübergreifenden Darstellung werden weitere geschichtliche Zusammenhänge deutlich, die zum Nachfühlen, aber auch zur kritischen Auseinandersetzung anregen: So standen die Blasinstrumente wegen ihrer majestätischen Ausstrahlung oft im Spannungsfeld von Religion und Politik - nicht nur im Mittelalter oder im Barock, sondern leider auch in der Zeit des Nationalismus und unter der Naziherrschaft.
