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News & Mitteilungen

An dieser Stelle wird tagesaktuell über die Arbeit des EPiD, der anderen Posaunenverbände und über die Posaunenarbeit ganz allgemein berichtet. Aber natürlich können auch die alten News durchstöbert werden.

Bitte beachten: Die Veranstaltungen sind chronologisch im nächsten Menüpunkt aufgelistet. 

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21. September 2016

"Posaunenchor Deutschland" - Begegnungstagung 2016

 

Posaunenchor Deutschland, stand auf den Tischreservierungen zu lesen. Ein schönes Synonym für die Begegnungstagung, die dieses Jahr im 3 Posaunenwerks-Eck: Rheinland, Pfalz und Kurhessen Nassau – auf der Ebernburg - stattfand.

Bei bestem Wetter und wunderschöner Kulisse trafen sich 32 TeilnehmerInnen aus ganz Deutschland. Jörg Häussler, LPW im Rheinland und Christian Syperek, LPW in der Pfalz, sowie und sein Vorgänger, LPW i.R. Traugott Baur, übernahmen die bläserischen Einheiten und informierten über ihre Werke.

 

Der Obmann des PW Rheinland, Friedemann Schmid-Eggert, hielt einen interessanten Vortrag über die Ursprünge der Kirchenmusik in der Bibel. LO Rolf Bareis, gab Einblicke in die aktuelle Arbeit des EPiD. Weitere Themen, die uns beschäftigten waren das Liederbuch zum Reformationsjahr und die Ergebnisse der Empirischen Studie zur Frage: Brauchen wir

 

ein neues Evangelisches Gesangbuch? Auch der Umgang mit J. Kuhlo war - aus gegebenem Anlass ein heftig diskutiertes Thema. Ausflüge in die Gegend ‚auf den Spuren der Hildegard von Bingen‘ und zu den Chagallfenstern nach Mainz, sowie eine Weinprobe rundeten das Programm ab. Eine schöne, informative und interessante Begegnungstagung, die Lust auf Mehr macht. Schon zum Vormerken: 2017 wird die Begegnungstagung vom 4-7. Sept . in Hofgeismar stattfinden.

 
 
   

19. September 2016

Klangvolles „Deutsches Musiktreffen 60plus“ in Bad Kissingen

 

Seniorenorchester musizierten erstmals gemeinsam mit Seniorenchören

Das Deutsche Musiktreffen 60plus ging gestern mit einer großartigen, von allen Teilnehmern gemeinsam gestalteten Abschlussfeier zu Ende. Eindrucksvoller Höhepunkt der Veranstaltung, die von Freitag, 16.9. bis Sonntag, 18.9. im Bayerischen Staatsbad Bad Kissingen stattfand, war das von rund 500 Instrumentalisten und Sängern vorgetragene Potpourri aus Deutschen Weisen, das der Projektleiter des Deutschen Musiktreffen 60plus, Professor Dr. Hans-Walter Berg selbst dirigierte.

 
Für den fast 85-Jährigen gab der gesamte Saal anschließend Standing Ovations. Das Parkett des Max-Littmann-Saals war in diesem außergewöhnlichen Konzert den Ausführenden vorbehalten, während das begeisterte Publikum auf der Galerie lauschte. Zuvor hatten die 90 Bläser (Leitung: Martin Jall), die 70 Akkordeonisten (Leitung: Michael Huck) und die über 200 Sänger (Leitung: Dieter Leibold) jeweils als eigene Einheit musikalisch Freundschaft, Harmonie und Frieden gepriesen, zu dem Potpourri aus Deutschen Weisen kamen dann noch 80 Zupfer hinzu.

Der Präsident der Bundesvereinigung Deutscher Chor- und Orchesterverbände, Ernst Burgbacher, Parl. Staatssekretär a. D., dankte Moderator Lorenz Overbeck und allen beteiligten Musizierenden, dem Organisationsteam um Professor Dr. Hans-Walter Berg und allen Unterstützern, darunter die Beauftragte der Bundesregierung für Kultur und Medien, das Bayerische Staatsministerium für Bildung und Kultus, Wissenschaft und Kunst sowie Stadt und Bayerisches Staatsbad Bad Kissingen für das fantastische Wochenende. Bad Kissingens zweiter Bürgermeister Anton Schick und Kurdirektor Frank Oette betonten in ihren Reden, dass das Deutsche Musiktreffen 60plus wie kaum eine andere in den renommierten Kurort passe. Mit der von allen Anwesenden gemeinsam angestimmten Nationalhymne endete das Deutsche Musiktreffen 60plus. Alle Redner äußerten den Wunsch, die gelungene Zusammenarbeit fortzusetzen.

Schon das Eröffnungskonzert am Freitagabend hatte die ganze Bandbreite des Amateurmusizierens geboten: zunächst gestalteten je ein Akkordeon-, Blas, Streich- und Zupforchester sowie ein Frauenchor, ein Männerchor und ein gemischter Chor in individuellen Vorträgen ein buntes, von Maila von Haussen charmant und informativ moderiertes Programm, bevor am Ende alle zusammen ein eigens für diesen Anlass arrangiertes Final Medley aus beliebten Melodien zum Besten gaben.

Ernst Burgbacher, Präsident der Bundesvereinigung Deutscher Chor- und Orchesterverbände, machte deutlich, dass es sinnvoller sei, von den Chancen einer länger lebenden Gesellschaft zu sprechen als immer nur die Risiken des demografischen Wandels zu beklagen. Paul Lehrieder, Präsident der Bundesvereinigung Deutscher Musikverbände und Vorsitzender des Bundestagsausschusses für Familie, Senioren, Frauen und Jugend stellte anerkennend fest: „Wenn das Deutsche Musiktreffen 60plus nicht schon erfunden wäre, dann wäre es jetzt allerhöchste Zeit dafür“. Mit den Worten „Sehr verehrte Damen und Herren, liebe Freunde gleichen Alters“ eröffnete Dr. Thomas Goppel, Präsident des Bayerischen Musikrats und Vorsitzender der Senioren-Union Bayern seine Rede, was ihm spontan die Sympathien des vollbesetzten Max-Littmann-Saals einbrachte. Er zeigte sich beeindruckt von der Vielfalt der hier präsentierten Musik.

Den Samstag über zeigten 21 Chöre und Orchester aus allen Sparten in jeweils halbstündigen Vorträgen ihr Können, das Publikum konnte den eigenen Vorlieben entsprechend zwischen Wandelhalle und Kurtheater wechseln. Das weitere Aktiv-Programm begann schon morgens um 7.30 Uhr mit Lockerungs-Gymnastik, ein Dutzend Frühaufsteher profitierte von Aufwärm-, Dehn und Balance-Übungen unter kundiger Führung einer Physiotherapeutin. Unter professioneller Anleitung konnten die Teilnehmer den ganzen Tag über zu instrumentalen Grundübungen und offenem Singen bzw. Orchesterspielen zusammenkommen. Auch die Teilnehmenden des Stimmbildungsangebots von Rika Eichner bekamen neue Impulse und hatten beim Ausprobieren hörbar Spaß. Dr. Kerstin Jaunich zeigte in ihrem Workshop „Musikrelevante Veränderungen im Alter“ zahlreiche Möglichkeiten, mit altersbedingten Einschränkungen umzugehen. Das Wichtigste sei, sich die Freude an der Musik und am aktiven Musizieren zu bewahren. In idealer Ergänzung befasste sich Professor Dr. Gunter Kreutz in seinem Vortrag „Frische Zellen nach Noten“ mit der Frage, was man tun kann, um sich möglichst lange geistige und körperliche Vitalität zu erhalten und welchen Beitrag Musik dazu leisten kann. Dabei spiele das eigene Verhalten eine ganz entscheidende Rolle. Er empfiehlt, positive Aspekte zu fördern („was mache ich gern?“), seine Ressourcen zu nutzen („was steckt in mir, wie kann ich das nutzen?“) und Stigmata zu hinterfragen, also sich nicht hinter einer Annahme wie „ich bin zu alt, ich kann das nicht“ zu verstecken.

Auch der Ökumenische Gottesdienst in der vollbesetzten Erlöserkirche stand am Sonntagmorgen ganz im Zeichen der Musik. Pfarrerin Christel Mebert gestaltete ihn gemeinsam mit Ursula Summa von der katholischen Kurseelsorge. Unter der Leitung von Kirchenmusikdirektor Jörg Wöltche erklang ein vielstimmiges Schöpfungslob der zusammen mit dem Kammerorchester Bad Kissingen spielenden Musikerinnen und Musiker sowie der gemeinsam mit der Kirchengemeinde singenden Sängerinnen und Sänger.

Die Begeisterung über das Deutsche Musiktreffen 60plus stand den rund 1000 Teilnehmenden aus ganz Deutschland ins Gesicht geschrieben.
 

 
 
   

13. April 2016

Plötzlicher Abschied: Hans-Ulrich Schäfer verstorben

 

„Dennoch bleibe ich stets an dir; denn du hältst mich bei meiner rechten Hand, du leitest mich nach deinem Rat und nimmst mich am Ende mit Ehren an.“ (Psalm 73, 23+24)

Der Evangelische Posaunendienst in Deutschland trauert um Hans-Ulrich Schäfer.

Er verstarb am 30. März 2016 im Alter von 57 Jahren. Sein plötzlicher Tod erschüttert uns, verschlägt uns die Sprache, macht uns unendlich traurig.

 

 

Wir verlieren den langjährigen ehemaligen Obmann und stellvertretenden Obmann des Posaunenwerkes in Mecklenburg-Vorpommern.
Wir verlieren ein ehemaliges Mitglied im Theologischen Ausschuss des EPiD, einen profilierten Theologen mit einer erfrischenden, originellen und auch immer wieder quergehenden Denkweise, wahrhaft „Geist-reich“, geradlinig und unerschrocken, humorvoll und in der Tiefe seines Herzens fromm.
Wir verlieren ein „Original“, einen starken Typen, eine Persönlichkeit.
Wir verlieren einen wunderbaren Menschen.

Es bleiben seine Impulse für die Bläserarbeit.
Es bleiben seine Gottesdienst und Feierstunden mit den Bläserinnen und Bläsern in Vorpommern.
Es bleiben seine Andachten in Andachtsbüchern des EPiD, im aktuellen von 2016 auch ein wunderbarer Bläsergottesdienst.
Es bleiben die Erinnerungen an Begegnungen, an gemeinsames Nachdenken, Beten, Singen und vor allem viel Lachen.
Für all das haben wir zu danken.

Wir wissen nicht, warum dieser Tod sein musste. Wir können ihm nur – wie Hans-Ulrich es wohl getan hätte – das trotzige und vielleicht sogar fröhliche „Dennoch“ des Glaubens entgegenstellen.
Unsere Gedanken und Gebete sind bei den Angehörigen. Und wenn wir auch keine Worte finden, die geeignet scheinen, ihnen Trost zu spenden, so mag sie die Gewissheit tragen, dass sie in ihrem Erschrecken und ihrem Schmerz nicht allein sind. Die Bläserfamilie trauert aus tiefstem Herzen mit ihnen.
 

Martin Anefeld,
Vorsitzender des Theologischen Ausschusses im EPiD

 
 
   

23. Dezember 2015

Begegnungstagung 2016 geplant

Auch in diesem Jahr findet eine Begegnungstagung des EPiD statt: vom 12. bis 15. September 2016 wird auf die Ebernburg in Bad Münster am Stein-Ebernburg OT Bad Kreuznach stattfinden! Weitere Informationen dazu folgen demnächst an dieser Stelle.

 
 
   

20. Oktober 2015

Abschied von Hans Peter Günther

Nachruf Hans Peter Günther – ein Leben für die Kirchenmusik

Hans Peter Günther verstarb am 08.September 2015 in Greifswald nach langer schwerer Krankheit.
Er wurde am 16.05.1941 in Plau am See geboren, genau an dem Tag, an dem Johannes Kuhlo starb. Seine musikalische Grundausbildung begann in Mutters Küche, wie er selbst schrieb: mehrstimmiges Singen unendlich vieler Kanons. Und glücklicherweise kam zum Singen auch das Blasen hinzu. Er studierte Kirchenmusik in Halle/Saale, wo das Fach „Blasen“ während seiner Studienzeit gerade eingeführt wurde. Und so fügten sich für die Greifswalder Landeskirche die glücklichen Umstände zusammen: Auf der Suche nach einem Landessingewart fand sie auch gleich einen Absolventen der Bläserprüfung.

 

 

So hatten wir in Pommern ab 1965 Hans Peter als Singe- und Posaunenwart. Von da an gab es für die kleinen Posaunenchöre die fachkundige Anleitung, die regelmäßigen Chorbesuche, die Rüstzeiten und natürlich die Jubiläums-Bläsermusiken. Und immer dabei der Aufruf an die Zuhörer: Sie können bestimmt lauter singen als der Chor blasen kann. Und auch die Bläser sollten singen (dabei sind wir doch extra Bläser geworden, um nicht zu singen – aber da gab es keine Ausreden). Und genau durch diese lebendige und kreative Gestaltung hat er die Musiken immer zu einem Erlebnis werden lassen.
Besonders in Erinnerung sind seine oftmals spektakulären Einfälle zu Großveranstaltungen: eine Menschenkette auf der B 96, ein Band in Greifswald, welches drei Kirchen miteinander verbunden hat und Wasserfontänen beim Chorfest in Stralsund. Für ihn war es immer wichtig, mit zu wirken und mit zu gestalten
Von den Jungbläsern wurden seine Rüstzeiten in Jarmen und Stralsund sehr gern besucht und für die Fortgeschrittenen war die Woche auf Hiddensee das besondere Ferienziel. Das waren dann ganz intensive Tage zwischen Ostsee, Hochufer, Kirche und Rüstzeitheim; ausgefüllt mit Proben, Gesang, Gebet, Gesprächen und Spiel.
Und obwohl wir Bläser immer glaubten, nur mit Posaunenbläsern lassen sich so wundervolle Konzerte und Erlebnisse gestalten, mussten wir doch feststellen, dass Hans Peters Leidenschaft zweigeteilt war: er begründete 1968 auf dem Zingsthof eine Jugendsingwoche, aus der der Zingster Singkreis hervorging. Diese Jugendlichen trafen sich jährlich zu einer Probenwoche und es entwickelte sich eine Gemeinschaft, die über Generationen bis heute besteht. Einmal Zingsti, immer Zingsti. Heute singen auch Kinder und Enkelkinder der Mitglieder von damals mit und ich vermelde es mit Stolz, auch Bläserinnen und Bläser!
Aber seine besondere Initiative war die „Weihnachtliche Bläsermusik im Kerzenschein“ in Greifswald. Erstmals 1976 noch im Dom mit ein paar Bläsern, entwickelte sich diese besondere Musik im Advent zu einem jährlichen „Posaunenfest“ mit ständig wachsender Teilnehmerzahl, nicht nur bei den Bläsern aus der gesamten Landeskirche, sondern insbesondere bei den Zuhörern. Inzwischen gibt es drei gleiche Veranstaltungen hintereinander in der großen Backsteinkirche St. Marien, und die aufgenommenen CDs sind trotz des Live-Mitschnittes Goldstaub.

 

Dann sind da noch die Chorfeste! Diese Tage der klingenden Straßen in allen Facetten vereinen die Chortreffen und Posaunentage, also die Sänger und Bläser als aktivste Gruppen in den Kirchengemeinden. Durch die Aufrufe von Hans Peter, durch seine Begabung, Menschen zu motivieren und zu begeistern, sind diese Chorfeste noch heute in aller Munde. Menschen ließen sich durch seine Ideen, die im Kopf schon lebendig und phantasievoll vorprogrammiert wurden, mitreißen. Beim CHORFEST 2004 in Stralsund haben ca. tausend Instrumentalisten und Chormitglieder das Fest in der großen Fertigungshalle der Volkswerft mit der „Schöpfung“ von Joseph Haydn eröffnet, die Bläser gestalteten dazu den Auftakt. Der „Klingende Hafen“ mit Posaunenchorbläsern, Chorsängern, Schiffshörner, Schiffsglocken und das Zusammenspiel von Wasser und Licht rund um das Hafenbecken bleiben einmalig. Seine Dirigierhilfe: zwei weiße Rollen!
Hans Peter Günther verkündete im Mai 2001 ganz stolz: Unser Posaunenwerk hat den ersten Posaunenchor in Russland gegründet. Eine 6-köpfige Bläserdelegation aus Pommern weilte in St. Petersburg, Nowgorod und Moskau. Am Ende der Reise stand ein Allein Gott in der Höh sei Ehr, geblasen von zwölf Bläserinnen und Bläsern aus der dortigen Gemeinde als Höhepunkt des Kantate-Festgottesdienstes in der Petrikirche zu St. Petersburg. Sein Anliegen war es, diese Bläserarbeit dort weiter zu betreuen. Dazu sammelte er Spenden und setzte sich auch beim Zusammenschluss der Posaunenwerke Pommern und Mecklenburg dafür ein, dass diese Arbeit weiter gefördert werden muss.

Das Kreuz der Versöhnung aus Växjo in Schweden kommend wurde durch die Gemeinden entlang der B96 bis nach Zittau gebracht, wo es seit dem 06.Oktober 2001 an seinem vorher bestimmten Platz im Dreiländereck Deutschland, Polen und Tschechien steht. Wir Bläserinnen und Bläser haben das Kreuz am 9.6.96 während des Kirchentages an der B96 durch unsere Gemeinden begleitet. Auch das war die Initiative unseres Posaunenwerkes. Heute soll das Kreuz der Mittelpunkt eines jährlichen ökumenischen Gottesdienstes als Zeichen der Versöhnung im Dreiländereck sein.
Die Posaunenchöre im Land erlebten mit und durch ihn neuen Aufschwung: ein Chorbesuch von ihm hat uns Bläser und Bläserinnen so motiviert, dass wir unter seiner Anleitung über uns hinausgewachsen sind. Da gab es den einen oder anderen dezent verpackten Hinweis, ein aufmunterndes Lächeln und während des Auftrittes den genau fixierenden Blick – und jede Intrade gelang. So konnten auch die kleinsten Posaunenchöre mit ihm die Musik machen, die sie sich selbst nicht zugetraut hätten. Seine mitgebrachten Pauken waren dann immer das Besondere für die Bläsermusiken.
Bläsersätze von ihm werden bestimmt die Zeit überdauern und uns auch weiterhin begleiten. Insbesondere für die „Weihnachtliche Bläsermusik im Kerzenschein“ hat er sich inspirieren lassen und Fanfaren, Choralsätze und mehrchörige Werke komponiert oder bearbeitet. Grandios sein „In dulci jubilo“ von Michael Praetorius oder seine Greifswalder Weihnachtsfanfare.
Die Posaunenchöre im Land erlebten mit und durch ihn neuen Aufschwung: ein Chorbesuch von ihm hat uns Bläser und Bläserinnen so motiviert, dass wir unter seiner Anleitung über uns hinausgewachsen sind. Da gab es den einen oder anderen dezent verpackten Hinweis, ein aufmunterndes Lächeln und während des Auftrittes den genau fixierenden Blick – und jede Intrade gelang. So konnten auch die kleinsten Posaunenchöre mit ihm die Musik machen, die sie sich selbst nicht zugetraut hätten. Seine mitgebrachten Pauken waren dann immer das Besondere für die Bläsermusiken.
Bläsersätze von ihm werden bestimmt die Zeit überdauern und uns auch weiterhin begleiten. Insbesondere für die „Weihnachtliche Bläsermusik im Kerzenschein“ hat er sich inspirieren lassen und Fanfaren, Choralsätze und mehrchörige Werke komponiert oder bearbeitet. Grandios sein „In dulci jubilo“ von Michael Praetorius oder seine Greifswalder Weihnachtsfanfare.

Im Jahr 2006 haben wir Hans Peter Günther als Landesposaunenwart in den Ruhestand verabschiedet, wohlwissend, dass es weder Ruhe noch Stand für ihn sein wird. Aber schon ein Jahr später erkrankte er schwer, er wurde mehrmals operiert. Es begann eine Zeit mit Höhen und Tiefen, Genesung und Rückschlägen, Freude und Trauer. Aber auch eine Zeit mit Projekten und Aufgaben: Kantorenvertretung, Senioren-Sing-Wochen, Proben, Konzerten und Reisen. Er hat in dieser Zeit noch viel erreicht, er war anderen auch in seiner Krankheit ein starkes Vorbild, immer getragen von einer wunderbaren Großfamiliengemeinschaft und natürlich vom Glauben selbst.
Wir werden ihn nicht vergessen, wir bleiben ihm treu verbunden. Seine Projekte gehen weiter – durch unseren Landesposaunenwart Martin Huss, durch den Landeskirchenmusikdirektor Frank Dittmer und durch alle begeisterten Sänger und Bläser, die ihn auf die eine oder andere Weise kannten oder von ihm begleitet wurden. Musik als Sprache des Glaubens, als Verkündigung des Evangeliums, als Ausdruck von Freude, Trauer, Geborgenheit und Zuversicht bleibt ein unerlässlicher Bestandteil in den Kirchengemeinden.

Von guten Mächten wunderbar geborgen, erwarten wir getrost, was kommen mag.
Gott ist mit uns am Abend und am Morgen und ganz gewiss an jedem neuen Tag.

Elke Siekmeier,
Deyelsdorf, Pommerscher Evangelischer Kirchenkreis

 
 
   
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LOSUNG DES TAGES
Samstag, 10. Dezember 2016
 
Siehe, es kommt die Zeit, spricht der HERR, dass ich dem David einen gerechten Spross erwecken will. Der soll ein König sein, der wohl regieren und Recht und Gerechtigkeit im Lande üben wird.
 
Die vorangingen und die nachfolgten, schrien: Hosianna! Gelobt sei, der da kommt in dem Namen des Herrn! Gelobt sei das Reich unseres Vaters David, das da kommt! Hosianna in der Höhe!

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